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Dokumentation 100 Jahre Alpe Rauz

Jahren weiter bis auf gut 18 000 Franken erhöht.335 Vom Jahr 2001 zum Jahr 2002 erhöhte sich der Alpungsbeitrag des Landes Liechtenstein von 11 900 Franken auf 30 160 Franken. Damit konnte im Jahre 2002 der gesamte Aufwand für den Alpbetrieb von 42 367 Franken durch die Förderungsbeiträge des In- und Auslands abgedeckt werden. Die Alpbewirtschaftung der letzten 50 Jahre spiegelt sich auch in den Alprechnungen wider. In der untenstehenden Jahresreihe kann die Entwicklung der laufenden Ausgaben und Einnahmen, der Beiträge an die Gemeindekasse sowie des Saldos der Alprechnung und der zwischenzeitlich angehäuften Finanzreserven der Alpe Rauz verfolgt werden (in Franken):336 1970 1980 1990 2000 2010 Einnahmen 12 877 17 238 29 082 41 207 66 025 Ausgaben 12 400 17 248 26 001 39 345 53 925 Beitrag an Gemeinde 477 -10 1 000 2 000 2 000 Saldo Alprechnung 477 -10 2 081 -138 10 100 Finanzreserve Alpe - - 7 340 21 775 106 612 In der Alprechnung des Jahres 1980 scheinen unter den Einnahmen bereits die Alpungsbeiträge des Landes Liechtenstein mit 3 440 Franken auf. Im Jahre 1990 betrugen diese 5 325 Franken, im Jahre 2000 bereits 12 850 und im Jahre 2010 schliesslich 28 076 Franken. Wie aus der Alprechnung des Jahres 1980 hervorgeht, war trotz der ausbezahlten Landesförderung ein geringfügiger Ausgabensaldo zu verzeichnen. Seither könnte sich der Alpbetrieb wirtschaftlich ohne die laufenden Beitragszahlungen der öffentlichen Hand nicht mehr selber tragen. Das ist eine Trendwende, die nicht nur in der Alpwirtschaft, sondern auch in der gesamten Landwirtschaft feststellbar ist. Seit den Achtzigerjahren wurde der Gemeindekassa nicht mehr der Saldo der Alprechnung, sondern ein fixer Betrag von vorerst 1 000 und später 2 000 Franken überwiesen. Der verbleibende Mehrertrag der Alprechnung wurde an die Alpkassa übertragen, wodurch in den letzten 25 Jahren eine Finanzreserve von gut 100 000 Franken entstanden ist. Bis zum Jahre 1980 wurden in der Gemeinderechnung die Kosten für die Instandhaltung und Versicherung der Gebäude sowie die weiteren Umlagen in der Verwaltungsrechnung erfasst. Seit dem Jahr 1990 ist in der Gemeinderechnung der Bereich der Land- und Alpwirtschaft zusammengefasst, wodurch die Ausgaben und Einnahmen der laufenden Rechnung gesondert ermittelt werden müssen. Entsprechend der früheren Regelung werden in der laufenden Rechnung die dem Alpbetrieb nicht direkt zurechenbaren Gebäudekosten und Umlagen sowie die Erträgnisse aus den Dienstbarkeitsverträgen verbucht. Die Baukosten und die sonstigen Infrastrukturkosten sowie die Subventionsbeiträge des Landes werden in der Investitionsrechnung der Gemeinde erfasst. 335 GAG, Protokoll der Alpversammlung vom 11. April 2003 und vom 11. März 2008 336 GAG, Gemeinderechnungen 1970, 1980 und 1990 sowie Protokolle der Alpversammlungen vom 5. März 2001 und 14. März 2011 64


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