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Broschuere 100 Jahre Alpe Rauz

100 Jahre Alpe Rauz 9 Alpgebiet Rauz Alpgebiet Rauz Vorerst gilt es, sich eine Übersicht über die Umgebung und das Gebiet der Alpe Rauz zu verschaffen. Diese Einführung lädt die Leser zu einem ersten Besuch auf die Alpe Rauz ein, bei dem sie sich mit Hilfe der Lageübersicht und anderer Abbildungen orientieren und das Alpgebiet kennen lernen können. Die Beschreibung der Alpe kann jedoch eine Alpbegehung nicht ersetzen, mit der erst ein wirklicher Eindruck vom Alpgebiet gewonnen werden kann. Standort und Umgebung Die Alpe Rauz erstreckt sich von den Serpentinen der Arlbergstrasse oberhalb von Stuben bis zum Arlbergpass und grenzt nördlich an die Lechtaler Alpen sowie südlich auf der Höhe des Brunnenkopfs an die Alpe Albona. Die Alpe Rauz umfasst eine Fläche von 7,2 km². Sie liegt vom Posteck bis zur Valluga auf einer Meereshöhe zwischen 1500 m und 2809 m. Der Name Rauz – früher auch mit «Rautz» geschrieben und von den Stubnern als «Ruz» ausgesprochen – leitet sich von Raut ab, was Rodung bedeutet und auf eine frühere Bewaldung des Alpgebiets hinweist. Die Alpe Rauz befindet sich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz auf dem Gemeindegebiet von Klösterle am Arlberg. Die Gemeinde Klösterle liegt am Ende des Klostertals, zu dem auch die Gemeinden Dalaas und Innerbraz sowie die drei Bludenzer Orte Bings, Radin und Ausserbraz gehören. Die Gründung der Gemeinde Klösterle wird auf eine Stiftung von Graf Hugo I. von Montfort an die Johanniter in Feldkirch im Jahre 1218 zurückgeführt, die dafür ein Hospiz errichteten, das «Clösterlin» genannt wurde und dem Ort wie auch dem Tal den Namen gab. Im Gemeindegebiet von Klösterle mit einer Fläche von 62 km² befinden sich die Ortschaften Danöfen, Langen und Stuben und es wohnen dort insgesamt 690 Einwohner. In der Ortschaft Stuben leben auf einer Meereshöhe von etwa 1400 m ständig rund 90 Einwohner. Entsprechend der Stiftungsurkunde der Montforter dürfte an diesem Ort eine Wärmestube für Fuhrleute und Reisende vor dem Arlbergpass eingerichtet worden sein. Bis zur Eröffnung der Arlbergbahn im Jahre 1884 war der Waren- und Reiseverkehr über den Arlberg für die Säumer, Fuhrleute und Gastwirte von Stuben eine wichtige Existenzgrundlage. Die Alpe Stuben verfügt heute zusammen mit dem Stubiger Wald über eine Fläche von 6,4 km². Die Alpe umschliesst die Ortschaft Stuben und erstreckt sich nördlich bis zum Flexenpass und südlich bis zur Mittelstation der Albona Bahn. Die Alpe Stuben ist im Besitz der Alpgenossenschaft Stuben und wird seit 1989 von einer Agrargemeinschaft bewirtschaftet. Seit den Achtzigerjahren werden in der Ortschaft Stuben keine Kühe mehr gehalten und die Alpwiesen werden von auswärtigen Pächtern genutzt. Die Alpe Albona, auch als Bludenzer Alpe bezeichnet, ist seit 1523 im Besitz der Stadtgemeinde Bludenz. Diese Alpe erstreckt sich von der Kaltenberg Hütte bis zum Plateau der Brunnenköpfe und grenzt auf der Schattenseite des Rauztales in der Höhe des Lüftungsschachtes an die Alpe Rauz. Nördlich der Alpe Rauz liegen hinter dem Trittkopf und der Valluga auf dem Gemeindegebiet von Lech die benachbarten Alpen Ochsenboden und Pazüel-Tritt. Die Grenze zwischen der Alpe Rauz und den benachbarten Alpen verläuft den Bergkamm der Lechtaler Alpen entlang und bildet zugleich auch die Gemeindegrenze zwischen Klösterle und Lech. An der östlichen Grenze der Alpe Rauz befindet sich auf der Tiroler Seite die Alpe St. Christoph, die Grenzstein zu den Alpen Albona und Stuben 2013 (Mathias Heeb)


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